Die Historie vom Schloss Kittendorf

Erbaut von 1848 bis 1853 nach den Plänen des Baumeisters Friedrich Hitzig

Das Herrenhaus

Das Schloss Kittendorf ist ein Herrenhaus in Kittendorf im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Erbaut wurde es von 1848 bis 1853. Der Auftraggeber war Hans Friedrich von Oertzen, ein Kammerherr des Großherzogs von Mecklenburg.

Ein Landgut gab es in Kittendorf spätestens am Anfang des 16. Jahrhunderts. Die Familie von Oertzen erwarb den Besitz in der Mitte der 18. Jahrhunderts unter Georg Ludwig von Oertzen (1716-1786) und verlegte kurz darauf ihren Hauptsitz von Lübbersdorf dorthin. 1766 ließ das Adelsgeschlecht auf dem Gelände des alten Gutshofs neue Wohn- und Wirtschaftsgebäude errichten. Unter Gustav Dietrich von Oertzen (1772-1838) wurde 1836 ein neuer Park fertiggestellt, vermutlich bereits im Stil eines Landschaftsparks.

Gustav Dietrichs
(Kammerherr des Großherzogs von Mecklenburg)

…Sohn Hans Friedrich von Oertzen (1816-1902) war von 1841 an ständig in Kittendorf ansässig. Er war ein wichtiger Politiker im damaligen Herzogtum Mecklenburg-Schwerin und deshalb der Mecklenburger Herzog ein oft gesehener Gast im Schloss. Dort wuchsen der spätere hohe Kolonialbeamte Gustav von Oertzen und Paula von Oertzen, die spätere Ehefrau des britischen Biologen George Henry Falkiner Nuttall, auf. Um 1850 wurden das fast 1600 Hektar umfassende Gut und das Schloss in ein Familienfideikommiss eingebracht. 1875 wurde ein weiterer Wohnflügel mit drei Räumen pro Stockwerk im Nordwesten der Anlage angebaut. Unter Fritz von Oertzen wurden 1930 die Pergola an der Südterrasse des Schlosses und zwei Treppenaufgänge entfernt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kupferdach für die Kriegsproduktion verwendet und das Schloss mit einem Teerpappedach versehen. Nach dem Krieg wurde die Familie von Oertzen enteignet. Zu DDR-Zeiten waren ein Internat und eine landwirtschaftliche Berufsfachschule in dem Gebäude untergebracht. Das Schloss verfiel allerdings immer mehr. Das Internat wurde 1986 geschlossen. Schloss Kittendorf ging in den Besitz des Bezirks Neubrandenburg über, der den Umbau zu einem „Schulungszentrum Wilhelm Pieck“ plante. Dazu wurde 1988 eine denkmalpflegerische Zielsetzung für den Bau und den Park erstellt. Im gleichen Jahr begannen erste Arbeiten, die jedoch kurz nach der Wende eingestellt wurden.

Quelle: Wikipedia.de